Einordnung zur aktuellen Situation rund um die L-UPL Frauen

Nach den jüngsten Medienberichten und Diskussionen rund um die Frauen L-UPL ordnen die Kloten-Dietlikon Jets die aktuelle Situation sachlich ein.

Die Abgänge aus der Frauen L-UPL der Jets haben viele Reaktionen ausgelöst. Das ist nachvollziehbar. Wenn mehrere Nationalspielerinnen und langjährige Leistungsträgerinnen einen Verein verlassen, wirft das Fragen auf und bewegt das Umfeld. Auch für die Jets ist diese Situation aussergewöhnlich und herausfordernd.

Gleichzeitig ist es wichtig, die Entwicklung differenziert einzuordnen. Nicht alle Abgänge haben denselben Hintergrund. Vier Spielerinnen hatten ihren Abschied bereits nach Saisonende kommuniziert oder entschieden. Diese Abgänge standen unabhängig von der aktuellen sportlichen Neuausrichtung fest. Weitere Spielerinnen haben sich in den vergangenen Wochen entschieden, ihren Weg bei den Jets nicht weiterführen zu wollen. Diese Entwicklung bedauern wir sehr. Persönliche sportliche Entscheide nehmen wir zur Kenntnis. Formelle Fragen im Zusammenhang mit Wechseln werden direkt mit den Beteiligten und den zuständigen Stellen geklärt und nicht über die Medien kommentiert.

Viele Spielerinnen und Staffmitglieder haben die Frauen L-UPL der Jets über Jahre sportlich und menschlich stark geprägt. Sie waren Teil grosser gemeinsamer Erfolge und wichtiger Momente für den Verein. Dafür sind wir dankbar.

Frauen L-UPL langfristig stärken

Die sportliche Neuausrichtung der Frauen L-UPL ist kein Entscheid gegen einzelne Personen und kein Entscheid gegen die Leistungen der vergangenen Saison. Ziel ist es, die Frauenabteilung langfristig weiterzuentwickeln, den Leistungsbereich enger mit dem Nachwuchs zu verbinden und junge Spielerinnen gezielt an die Frauen L-UPL heranzuführen.

Nachwuchsförderung im Leistungssport bedeutet dabei nicht, Erfahrung zu ersetzen. Im Gegenteil: Junge Spielerinnen brauchen Qualität, Orientierung und erfahrene Spielerinnen um sich herum. Genau deshalb bedauern wir die aktuellen Abgänge auch sportlich sehr. Unser Ziel bleibt, die Frauen L-UPL sportlich und strukturell stark aufzustellen.

Die aktuelle Situation bei der Frauen L-UPL steht in keinem Zusammenhang mit dem Aufstieg der Männer in die L-UPL. Die sportliche Neuausrichtung der Frauen ist kein Verschieben von Ressourcen von den Frauen zu den Männern und kein Sparentscheid. Die Frauen L-UPL bleibt ein zentraler Bestandteil der Kloten-Dietlikon Jets.

In den vergangenen Wochen sind unterschiedliche Wahrnehmungen entstanden. Auch das gehört zu einer solchen Umbruchsituation. Die Jets werden persönliche Aussagen einzelner Spielerinnen nicht öffentlich bewerten und keine internen Gesprächsverläufe über Medien oder öffentliche Kanäle nachzeichnen. Wir nehmen mit, dass nicht alle Erwartungen, Botschaften und Einschätzungen bei allen Beteiligten gleich angekommen sind. Das nehmen wir ernst. Diese Fragen gehören aber in eine interne, respektvolle Aufarbeitung und nicht in eine öffentliche Auseinandersetzung.

Blick nach vorne richten

An der Generalversammlung vom 24.6.2026 wurde über die künftige sportliche Organisation gesprochen. Die GV hat einer strukturellen Lösung einstimmig zugestimmt, mit der die Sportkommission mit Stimmrecht im Vorstand vertreten ist. Damit werden sowohl der Sport Frauen als auch der Sport Männer in der Vorstandsarbeit abgebildet. Für die Jets ist das ein wichtiger Schritt, um sportliche Themen breiter und verbindlicher in die Vereinsführung einzubinden.

In der aktuellen Diskussion liegt der Fokus stark auf den Spielerinnen, die den Verein verlassen. Die Frauen L-UPL der Jets besteht aber nicht nur aus den Spielerinnen, die gehen. Auch in einer Phase mit vielen Veränderungen gibt es Spielerinnen, die Verantwortung übernehmen und die nächste Etappe der Frauen L-UPL mitgestalten. Sie verdienen dieselbe Wertschätzung, Sichtbarkeit und Unterstützung und werden für die sportliche Weiterentwicklung eine zentrale Rolle spielen.

Petri Turunen hat seine Arbeit als neuer Headcoach aufgenommen. Die Kaderplanung ist nach den Abgängen anspruchsvoll, aber sie läuft. Der Blick richtet sich nun nach vorne: auf die Spielerinnen, die Verantwortung übernehmen, auf junge Talente, die herangeführt werden sollen, auf klare sportliche Strukturen und auf eine Frauen L-UPL, die auch künftig ein zentraler Bestandteil der Kloten-Dietlikon Jets bleibt.

Die aktuelle Situation ist für alle Beteiligten herausfordernd. Die Jets bleiben aber überzeugt, dass eine starke Frauen L-UPL und eine konsequente Nachwuchsförderung zusammengehören. Genau daran arbeiten wir weiter.