Jets II ringen Leader nieder

Die Kloten-Dietlikon Jets II gewinnen das letzte Spiel der Hinrunde gegen den UHC Mutschellen mit 4:3. Sie holen sich damit wichtige 3 Punkte und stehen neu auf dem sechsten Tabellenrang.



Die Vorzeichen waren ähnlich wie noch vor einem Jahr. Damals standen sich die beiden Teams nach einer desolaten Hinrunde mit dem Rücken zur Wand. Eine Krisensitzung in der Weihnachtspause brachte die Jets jedoch wieder auf den richtigen Weg und Gelb-Blau gewann fünf Spiele infolge. Ganz identisch war die Situation dann allerdings doch nicht. Die Jets waren vor diesem Samstagsspiel nicht, wie noch im Vorjahr, auf dem allerletzten Tabellenrang platziert und die Rückrunde war noch nicht gänzlich abgeschlossen. Das Ziel war es, das Ruder dieses Jahr früher rumzureissen und mit einem Erfolg gegen den momentanen Leader eine Siegesserie einzuleiten.

Mit ganzen 16 Spielern reisten die 3. Liga Herren im bis zum Bersten gefüllten Teambus nach Schaffhausen in die BBC Arena. Trainer Sorejs wies seine Mannen an, kompakt zu stehen und den Gegner resolut am Abschluss zu hindern. Die Jets schafften es, dies auf dem Spielfeld umzusetzen und liessen in den Startminuten in der eigenen Spielhälfte wenig bis gar nichts zu. Torhüter Daniel Meier drohte zwischenzeitlich gar wegzudösen. Geweckt wurde er aber spätestens in der zehnten Minute durch das Jubelgeschrei von Philippe Müller. Dieser traf mit einem Schlenzer von der blauen Linie zum 1:0. Bereits zuvor hatten sich die Jets zahlreiche, brandgefährliche Torchancen erspielt, blieben jedoch bis zu diesem Zeitpunkt unbelohnt. Die Jets blieben konzentriert und powerten weiter. Nur drei Minuten später versorgte Christian Müller den heranbrausenden Dario Keller mit einem halbhohen Ball und dieser kannte vor dem gegnerischen Tor kein Zögern. Er lochte ein zum 2:0, welches bis zur ersten Pause Bestand haben sollte.

Nun trafen auch endlich die Anhänger der Jets ein, deren Fancar sich kurzfristig nach Deutschland verirrt hatte. Die lautstarke Unterstützung trieb die Gelb-Blauen weiter an. Keller traf in der 27. Minute erneut und es hiess tatsächlich 3:0 für den Underdog. Der schlafende Drache war nun endgültig geweckt. Der UHC Mutschellen trat nun viel aggressiver auf und brachte die Jets bereits während der Spielauslösung in Bedrängnis. Der Taktikwechsel machte den Leader aber auch anfällig für Konter. Marco Leutenegger entwischte den gegnerischen Verteidiger in der 31. Minute und krönte die bisher tadellose Leistung der Jets mit seinem ersten persönlichen Saisontreffer und dem 4:0. Mutschellen steckte den Kopf aber nicht in den Sand und betrieb weiterhin ein sehr aktives Pressing. Wenig später gelang ihnen auch tatsächlich das Tor zum 4:1. Ein abgefälschter Ball flog in hohem Bogen über Dani „Dä hani“ Meier und liess ihm keine Chance. Der äusserst glückliche Treffer verhalf dem UHC Mutschellen, endlich einen Zugang zum Spiel zu finden. Nur 24 Sekunden vor dem zweiten Unterbruch fiel das 4:2 und das Spiel war wieder alles andere als eine klare Angelegenheit.

Dass das ruhige Runterspielen eines Vorsprungs nicht die Sache der Jets war, hatte sich in der Vergangenheit schon des Öfteren gezeigt. Man erinnere sich an einen 7:1 Vorsprung an selber Stelle gegen den UHC Wängi, der schlussendlich nur noch knapp mit 9:8 gewonnen werden konnte. Die Chancen standen allerdings gut, dass es an diesem Tag anders kommen könnte. Der UHC Mutschellen versuchte nun aus allen Lagen auf das Tor der Jets zu feuern. Meier und seine Vorderleute machten jedoch einen hervorragenden Job und konnten fast alle Chancen zunichtemachen. Mehrmals hatten die Jets die Chance, mit dem 5:2 die Vorentscheidung herbeizuführen, scheiterten aber ein ums andere Mal. Unglücklicherweise fiel dann in der 50. Minute tatsächlich das 4:3 und die Nerven der Zürcher Unterländer wurden auf eine harte Probe gestellt. Doch sie hielten stand. Unermüdlich ackerten die Jets in der Defensive. Entsprechend euphorisch wurde der Klang der Schlusssirene gefeiert. Die Jets stellten also aufs Neue ihre Drachentöterqualitäten unter Beweis und sind jetzt nur noch sechs Punkte hinter dem neuen Leader Meilen.

„Wir haben heute alles richtig gemacht und wurden am Ende glücklicherweise belohnt. Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen und Zuversicht für die Rückrunde.“ – Trainerlegende Oskar Sorejs zur Leistung seines Teams.