Der Leaderschreck zeigt Zähne

Die vergangenen Spiele gegen die damaligen Leader hatten gezeigt, dass für die Herren II einzig ihr eigener Wille eine Bedeutung hat und nicht irgendwelche Statistiken. So schlägt man zum dritten Mal in Folge die Mannschaft, welche von der Tabellenspitze grüsste: In der elften Runde lautet das Verdikt Jets – Schaffhausen 7:2.


Bis anhin erhielten die Kadetten UH Schaffhausen pro Spiel weniger als vier Gegentore. Bis dato am meisten, man höre und staune, gegen die Herren II der Jets im Hinspiel. Damals bekamen die Nordschweizer bereits 6 eingeschenkt, konnten die Partie jedoch trotzdem mit einem Tor Unterschied gewinnen. Doch Trainer Sorejs bemerkte heute nach dem Spiel treffend:« Unser defensives Konzept brauchte einige Zeit, bis die Details aufeinander abgestimmt waren. Doch in den letzten zwei Partien ging es vollends auf. Schön, dass wir heute, im Gegensatz zum Spiel gegen Zürisee, auch vorne die Dinger machten». Und das Resultat war keinesfalls gestohlen. So trafen die Zürcher Unterländer in Abwesenheit ihres Captains diverse Male die Torumrandung.

Auch wenn die Jets durch ein Ping-Pong-Goal im ersten Drittel in Rücklage gerieten, so verlor Gelb-Blau nicht die Nerven und spielte in gewohnter Manier weiter. Im zweiten Drittel dauerte es neun Minuten bis der Offensivhammer erstmals zuschlug. Innert 23 Sekunden glich Fumagalli auf Pass von Christian Müller aus ehe Tröndel auf Pass von Staub die Jets erstmals in Führung brachte. Wenig später holte sich Obrist eine Strafe, bei welcher nur die zwei Herren in Gelb wussten, weshalb diese ausgesprochen wurde. Unglücklicherweise konnten die Schaffhauser die Chance nutzen und zum 2:2 ausgleichen. An der Mittellinie lamentierend und der Strafe gegenüber Unverständnis zeigend, hätte man Obrist nicht zugetraut, dass er bereits sechs Sekunden später auf Pass von Fumagalli zum «gamewinning Goal» einschieben konnte. Kurz vor der zweiten Drittelspause reihte sich auch erstmals ein Verteidiger in die Scorerliste ein. Rapold schlenzte eine Direktabnahme aus grosser Distanz in die obere rechte Ecke. Er bewies mit diesem Tor eindrücklich, weshalb man Ihn auch den «Sniper» nennt.

Mit einem Vorsprung von zwei Toren gingen die Jets ins letzte Drittel. Zum Glück hatte die Mannschaft über die Weihnachtsferien einen strikten Trainingsplan von Sorejs umgesetzt. Diese zusätzlich gewonnene konditionelle Stärke sollte sich nun auszahlen. Der erste Block zeigte mit zwei schönen Kombinationen, wie einfach Unihockey doch sein kann. Philippe Müller (auf Pass von Obrist) und Christian Müller (auf Pass von Fumagalli) verwandelten eiskalt. Die Jets vermochten es im Anschluss die Schnelligkeit ihrer Stürmer auszunutzen. Christian Müller entwischte mehrfach und konnte auch einen Penalty herausholen, welcher jedoch eher kläglich vergeben wurde.  Kurz vor Schluss traf Christian Müller dann doch noch durch einen Konter zum Endstand von 7:2.

«Heute waren sogar Scouts in der Halle. Aber meine Vorderleute machten ihren Job so gut, dass ich mich gar nicht auszeichnen konnte bzw. musste.» – Goalielegende Matthias Aeschlimann

«Wir haben noch drei Spiele vor uns. Es ist leider unrealistisch, dass wir noch einmal auf einen Leader treffen. Wenn wir aber so weiterarbeiten, werden wir es hoffentlich auch einmal schaffen eine Mannschaft aus der Tabellenmitte zu schlagen.» – Teambetreuer Adriano Siciliano.