piranha chur - Kloten-Dietlikon Jets
4 : 5
n.V.
27.04.2019
SWISS Arena, Kloten

Die Jets sind Schweizermeister 2019!

Meister 2019 Kloten-Dietlikon Jets(Claudio Schwarz, unihockey-fotos.ch)

In einem höchstdramatischen Superfinal sichern sich die Kloten Dietlikon Jets den Meistertitel 2019!


Um Punkt 16 Uhr pfiffen die beiden Schiedsrichter den Superfinal 2019 an. Wieder standen sich die Kloten-Dietlikon Jets und Piranha Chur gegenüber, die Affiche kannte man aus den Vorjahren und dem diesjährigen Cupfinal.

Zu Spielbeginn legten die Piranhas gleich los wie die Feuerwehr und setzte die Verteidigung der Jets früh unter Druck. Zwei, dreimal wären die Churerinnen beinahe zum Abschluss gekommen, doch aus Sicht der Zürcher Unterländerinnen gingen die brenzligen Situationen gerade noch gut. In der 3. Minute griffen die Jets dann ein erstes Mal konsequent an. Andrea Gämperli kam zentral beim Mittelkreis den Ball, drehte sich Richtung Tor und zog ab. Chur-Keeper Jill Münger, die bis zu dieser Saison bei den Jets spielte, parierte den Versuch zwar, doch der Abpraller war dann eine Beute für Michelle Wiki. Die Topskorerin der Jets versorgte die Kugel zum frühen 1:0 im Netz. Traumstart für die Jets. Bis zur 10. Spielminute mühten sich beide Teams offensiv tätig zu werden und hatten auch Chancen. Doch besonders Monika Schmid verhinderte mit grossartigen Paraden den Ausgleich. Das 1:1 hätte gut und gerne fallen können, doch Schmid war abermals zur Stelle. Die Jets wurden dann gegen Ende des ersten Abschnitts noch einmal aktiver und konterten in der 17. Spielminute vielversprechend. Doch weder Isabelle Gerig, noch wenig später Katarina Klapitova trafen das beinahe verwaiste Tor der Piranhas. Mit der Führung zur ersten Pause konnte ndie Jets aber zufrieden sein.

Den Traumstart im zweiten Drittel erwischten dann jedoch die Piranhas. Die Jets brachten den Ball nicht weg, Corin Rüttimann grub den Ball aus und versenkte ihn nach 43 Sekunden in der kurzen Ecke zum erstmaligen Ausgleich. Nicht einmal zwei Minuten wieder keine gute Defensivarbeit der Jets und prompt fiel das 1:2 für Chur. Der Ball lag lange irgendwo im Slot, doch Seraina Ulber grub ihn aus und brachte den Qualifikationssieger erstmals in Front. Nach dem zweiten Gegentreffer können sich die Blau-Gelben etwas fangen und versuchen selbst wieder offensiver zu agieren. Gute Ausgleichschancen gab es aber nicht. In der 33. Minute fand dann Flurina Marti eine Lücke in der Jets-Defensive, wurde von Alessandra Schneller optimal bedient und schob zum 3:1 für Chur ein. Der Zwischenstand war zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht unverdient. Natalie Martinakova setzte dann nach 38 Minuten zum Dribbling an, kam auch bis vors Tor durch, doch der Backhandschuss der tschechischen Nationalspielerin flog knapp über das Gehäuse.

Wende im letzten Abschnitt

Nach zwei frühen Toren in den ersten beiden Dritteln, startete der dritte Abschnitt verhaltener. Die Jets agierten aufgrund des Rückstands zwar aufsässiger, bei den Schüssen in den ersten Minuten fehlte es jedoch an der Präzision. Nach einer zweiminütigen Ausschluss von Andrea Gämperli, konnten die Piranhas in der 48. Minute erstmals in Überzahl agieren. 45 Sekunden dieser Strafe benötigte Chur und dann war Katrin Zwinggi freigespielt. Gegen ihren One-Timer nach Querpass von Rüttimann hatte Schmid keine Abwehrchance. Auf das 1:4 hatten die Jets nun eine Antwort bereit. Michelle Wiki fand sich plötzlich verlassen vor Jill Münger wieder und erzielte mit ihrem zweiten Treffer des Spiels das 2:4. Nur gerade eine Minute später überlief Martinakova ihre Gegenspielerin, legte von hinter dem Tor zurück auf Isabelle Gerig und die Stürmerin machte ihr Tor, welches sie im ersten Abschnitt hätte machen sollen. Die Jets waren im Spiel, und wie. Die 58. Minute hatte gerade begonnen, Michelle Wiki bekam den Ball und setzte sich im Zweikampf durch. Sie fand mit ihrem Pass Elsa Frisk und die Schwedin belohnte ihre Leistung mit dem 4:4-Ausgleich. Unglaublich welche Moral die Zürcherinnen unter Beweis stellten. Wenige Sekunden später war dann Pause, die Verlängerung musste also entscheiden.

Die Overtime lief und lief. Chancen wurden vergeben und das Penaltyschiessen nahte. Die Jets hatten jedoch anderes vor und eine Minute vor Schluss bracht plötzlich tosender Jubel aus. Irgendwie stocherte Julia Suter die Kugel über die Linie, der Meistertitel war Tatsache. Die Jets gewinnen nach einer phänomenalen Aufholjagd den Superfinal 2019!