Donnerstag, 11. Februar 2010

H NLB: Jets-Fanclub bringt Stimmung in die Ruebisbachhalle

Bei ihrem Unterfangen „Aufstieg in die höchste Schweizer Unihockeyspielklasse“, werden die Kloten-Bülach Jets akustisch unterstützt. Thomas Fischer hat einen Fanclub gegründet und sucht noch nach Mitgliedern.

Anzeiger der Stadt Kloten, Mike Gadient (Ausgabe vom 10. Februar 2010)

Mit Trommel, Air Horn und Fangesang stürmen die Kloten-Bülach Jets Richtung Oberhaus. Der 19jährige Thomas Fischer gründete im Verlauf der Rückrunde einen Fanclub und unterstützt den ortsansässigen Unihockeyverein in der am Samstag beginnenden best-of-seven-Serie gegen Zug lautstark. Der ausgelernte Detailhandelsfachmann kam Mitte Dezember beim Derby gegen den UHC Uster auf den Geschmack. „Als ich endlich einmal ein Spiel meines Bruders besuchte, kannte ich in der Ruebisbachhalle viele Personen und war von der Stimmung begeistert“, schildert Thomas Fischer.

Sein 17jähriger Bruder Sandro spielt im NLB-Team der Jets und erhielt bereits ein Aufgebot für die U19-Nationalmannschaft. Thomas selbst spielte früher Unihockey auf dem kleinen Feld und später Basketball. Heute hat er die Faszination fürs Anfeuern entdeckt und sorgt mit seinen Trommelschlägen von der ersten bis letzten Spielminute für Unterhaltung. „Man merkt, wie die Spieler angespornt und die Zuschauer mitgerissen werden“, ist Fischer zufrieden. Trainer und Akteure bedanken sich jeweils nach der Partie für die tolle Unterstützung. 

Stimmungsproblem beseitigt
Momentan besteht der Fanclub aus Thomas Fischer, Severin Wyssling, Manuel Kägi und Spielern des U21-Juniorenteams. Zum Auswärtsspiel in Thun kamen erstmals 20 Jets-Anhänger mit. Die Thuner seien über den Aufmarsch erstaunt gewesen, berichtet Fischer. Für das erste Playoffspiel in Zug hat der 19jährige am Samstag extra freigenommen und bei der vielleicht bereits entscheidenden vierten Partie am 28. Februar verzichtet er zusammen mit Severin Wyssling trotz erworbener Tickets auf das Konzert des amerikanischen Rappers 50 Cent.

Sobald das neue Jets-Logo druckreif ist, will Fischer eine Fahne und Pullover für jedes Fanclubmitglied organisieren. Sprechchöre, Mitgliederbeitrag und Fanclubname werden noch diskutiert. Jets-Präsident Emanuel Galimberti widmet dem Fanclub ein grosses Dankeschön: „Ich schätze es sehr, das jemand Stimmung in die Halle bringt.“ Der Verein würde das Vorhaben von Thomas Fischer vollumfänglich unterstützten und hofft auf eine grosse Fangemeinde.

Den letzten Fanclub hatten die Kloten-Bülach Jets vor sieben Jahren. Nach dem Abstieg in die NLB wurde der Stimmungspegel in der Ruebisbachhalle ab 2006 gar ruhig. Fischer hat diesen Umstand geändert und ist sich sicher, dass die Jets die vier nötigen Siege für den Aufstieg realisieren: „Die Jets waren in der Rückrunde das beste Team der Liga und sind mit ihrem jungen, breiten Kader Favorit gegen Zug.“ 

Box: Jets benötigen noch vier Siege
Für den Aufstieg ins Oberhaus reicht den Kloten-Bülach Jets der Gewinn des NLB-Playoff-Viertelfinale gegen Zug. Dieser Modus ist dank der Aufstockung der Swiss Mobiliar League von 10 auf 12 Teams ab Spielzeit 2010/2011 möglich. Jets-Präsident Emanuel Galimberti zeigt sich über die Aufstockung erfreut: „Das gibt jüngeren Spielern die Gelegenheit, sich auf höchstem Niveau auszuzeichnen. Zudem gibt es mehr Saisonspiele für die Vereine.“

Galimberti hebt allerdings den Mahnfinger, denn bei einem allfälligen Aufstieg müsse das Budget genau kalkuliert werden, um die Spielzeit mit einem Plus abschliessen zu können. Andererseits sind die Jets mit ihrer jungen Mannschaft immer noch in einem Aufbau, der zwar zurzeit erfreulich vorangeht, aber noch nicht abgeschlossen ist. „Der Aufstieg wäre wohl zu früh, kann aber auch eine Chance für das junge Team sein, sich von der besten Seite zu zeigen“, so Galimberti, der für eine Saison im Oberhaus die Verpflichtung von Verstärkungen in Betracht ziehen würde.

Bevor die Aufstiegsparty überhaupt steigen kann, muss das formstarke Kloten-Bülach in der best-of-seven-Serie gegen Zug die vier nötigen Siege erkämpfen.